Ein heftiger Dauerregen setzt Meadowland unter Wasser. Während Gillian und Jamie die Ranch durch die Nacht bringen, zeigt sich inmitten des Chaos, wie nah sie sich wirklich sind.
Es regnete schon den ganzen Tag wie aus Kübeln. Der Himmel war grau und wolkenverhangen. Die Pferde standen dicht zusammengedrängt auf den Paddocks. Ein Tag, an dem man das Haus nicht verlassen wollte. Ich hatte ohnehin noch Büroarbeit zu erledigen, also verzog ich mich wieder nach drinnen. Am Abend kam Jamie.
Jamie: „Es sieht echt übel aus draußen. Ich hab mich nur schnell umgezogen. Ich muss wieder raus.“
Gillian: „Ich komme mit.“
Als wir vors Haus traten, sah ich was für ein Chaos der Regen anrichtete.
Gillian: „Oh mein Gott! Der ganze Hof steht unter Wasser. Wir müssen etwas machen, bevor es in den Stall läuft.“
Jamie: „Komm, wir müssen da runter!“
Während ich zum Stall rannte, schaute Jamie an den oberen Toren nach. Schon von der Straße herunter flossen Wassermassen auf die Ranch.
Jamie: [Gedankenblase] „Da kommt ein richtiger Fluss auf uns zu. Wir müssen die Pferde von den Paddocks höher stellen und den Stall dicht machen.“
Wir hatten Unmengen von Sandsäcken vor der Stalltür aufeinander gelegt, um das Wasser zurückzuhalten.
Gillian: „Sollen wir noch mehr Säcke davorlegen oder meinst Du die halten die Tür dicht?“
Jamie: „Ich denke die reichen. Lass uns jetzt die Pferde von den Paddocks holen. Wir stellen sie aufs Roundpen, das liegt höher.
Nachdem alle Pferde auf Roundpen gebracht waren meinte Jamie
Jamie: „Hier stehen sie sicher. So hoch wird das Wasser nicht steigen. Lass uns heute Nacht im Stall bleiben, da haben wir alles besser im Auge.“
Gillian: „Ja, da hast Du recht.“
Da vor der großen Stalltür die Sandsäcke aufgestapelt waren, mussten wir zur Seitentür hinein.
Gillian: „Hoffentlich hält alles dicht. Ich überlege die ganze Zeit, ob wir irgendetwas vergessen haben.“
Jamie: „Ich glaube soweit ist alles safe. Jetzt lass uns erst mal was Trockenes anziehen. Ich schau später nach, ob alles hält.“
Wir hatten uns umgezogen und machten es uns auf die Strohballen in der Futterkammer gemütlich.
Gillian: „Ich frier voll. Ach, ich wünschte, ich wäre jetzt in meinem kuschlig weichen Bett.“
Jamie: „Ich bin zwar nur ein Mensch, aber kuschlig weich kann ich viel besser als jedes Bett.“
Am Morgen traten wir vor den Stall und waren gespannt, was uns erwarten würde.
Gillian: „Ist das nicht verrückt? Sie Sonne scheint und alles ist fast trocken. Es ist, als wäre heute Nacht gar nichts passiert.“
Jamie: „Ja. Als hätte es den Regen nie gegeben. Aber es ist was passiert, ich wurde offiziell als ‚kuschlig weich‘ eingestuft und das vergesse ich nicht.“