Gillian und Jamie besuchen das neu eröffnete Schloss Marchenghast. Zwischen Drachen, Lanzen und merkwürdigen Spielaufgaben wird der Ausflug zu einem ebenso skurrilen wie unvergesslichen Erlebnis.
Das alte Schloss Marchenghast war jahrzehntelang für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Nun hatte eine Investorengruppe daraus einen Freizeitpark gemacht, der vor Kurzem eröffnet wurde.
Gillian: „Schloss Marchenghast wurde wieder eröffnet. Es ist jetzt ein Reality Freizeitpark. Wollen wir uns das mal anschauen?“
Jamie: „Tolle Idee. Übernachten wir dann im Schloss? Ich frag nur, damit ich weiß ob ich ein stilgerechtes ‚Nachthemd oder einen Pyjama mitnehmen soll.“
Ich hatte uns telefonisch Tickets und eine Übernachtung reserviert. Da auch Pferde auf Marchenghast willkommen waren, ritten wir nach Golden Hills.
Gillian: „Das ist es also… es ist ja riesig! Lass uns weiterreiten. Ich bin schon so gespannt.“
Jamie: „Es ist sehr imposant. So nah konnte man noch die an das Schloss heran.“
Es war wirklich beeindruckend! Dieses riesige Schloss, mysteriös und schön zugleich. Es war wie eine Reise in die Vergangenheit. Die Leute trugen Kleidung aus einer anderen Epoche und verhielten sich auch so. Hier hatte der Betreiber des Parks ein absolut stimmiges Konzept umgesetzt. Wir waren sehr gespannt, was uns alles erwarten würde.“ Wir fanden einen Stand, an dem Drachen verkauft wurden. Jamie musste sich die Tiere gleich ganz nah anschauen.
Gillian: „Wahnsinn … Drachen! Geh lieber nicht so nah ran.“
Jamie: [Gedankenblase] Es gibt keine Drachen, Jamie. Aber es ist irgendwas Lebendiges. Wie haben die das nur gemacht?“
Auch einen Pferdeverkauf gab es
Gillian: „Was sind das für komische Pferde? Die sehen aus wie Drachen. Das ist doch Fake … oder?“
Jamie: „Auf dem Schild stand sie heißen Fenddraken. Es seinen Drachenpferde. Sie wurden zum Schutz von Schloss Marchenghast eingesetzt. Eine merkwürdige Rasse.“
Auf einem Reitplatz in einem Innenhof gab es einen Springparcour, den die Gäste ausprobieren konnten. Das ließ Jamie sich natürlich nicht nehmen. Epico flog über die Hindernisse
Gillian: „Yeah! Super Jamie! Du bist der Springkönig von Marchenghast!“
Jamie: „Hätte ich jetzt so ein Drachenpferd, müsstest Du mit Springkönig und Retter von Marchenghast nennen.“
Wir hatten uns schon eine ganze Menge von Schloss Marchenghast angeschaut. Es war fantastisch und hatte unsere Erwartungen übertroffen. Langsam wurden wir müde und wollten nach unserer Unterkunft suchen, konnten aber nichts finden. Das Gelände war riesig … also fragten wir nach. Jamie sprach eine uniformierte Dame auf einem Drachenpferd an
Jamie: „Werte Dame, können Sie mir sagen, wo wir die Zimmer für Gäste finden?“
Die Dame: „Da müssen Sie sich an Ernst, unseren Schmied wenden, mein Herr.“
Gillian: [Gedankenblase] Warum denn an den Schmied? Muss der das Türschloss erst aufbrechen?“
Also gingen wir zur Schmiede.
Ernst: „Hier im Schloss gibt es keine Zimmer. Euer Zimmer ist im Verschleierten Dorf und wer da hin will, muss zuerst bei mir eine Lanze schmieden.“
Gillian: „Eine Lanze schmieden?! Aber Sie sind doch hier der Schmied.“
Jamie: „Nicht Ihr Ernst, Ernst. Nein, Spaß … also schmieden wir Lanzen.“
Im Verschleierten Dorf angekommen wurden wir zu einem merkwürdigen 1-Zimmer-Turm-Gebäude geschickt. Wir standen vor der Eingangstür und waren etwas geschockt.
Jamie: „Und Du bist sicher, hier drin übernachten wir?! Dann schlaf ich in Kleidern!“
Gillian: „Ich hab das alles telefonisch gebucht und die Frau da vorne hat doch gesagt, das ist unser Zimmer.“