Jamie und Gillian genießen ihr frisches Glück zunächst heimlich. Doch zwischen Zaunpfählen, neugierigen Blicken und einem Abendessen in Jamies Zimmer wird Verstecken immer schwieriger.
Jamie und ich hatten beschlossen, noch ein paar Tage für uns zu behalten, dass wir jetzt ein Paar waren. Es war, als wäre eine tonnenschwere Last von mir abgefallen. Ich fühlte mich glücklich, frei und geliebt. Und Jamie … dieses Strahlen in seinen Augen, jedes Mal wenn er mich ansah – und das tat er unentwegt. Es war die richtige Entscheidung. Jetzt gehörte mein Herz ihm. Auf der Ranch gab es nach dem Winter noch einiges zu tun
Gillian: „Wir müssen den Zaun reparieren. Der Schnee war zu schwer, da ist er eingebrochen.“
Jamie; „Wir?! Das bedeutet ja Du hilfst mir. Hol schonmal das Werkzeug. Ich mach die Bretter ab.“ Jamie kniete zu meinen Füßen und hielt einen Zaunpfosten. Leider total schief.
Gillian: „Siehst Du nicht gut? Schau doch, der Pfosten ist ganz schief.“
Der gute Jamie hatte nur Augen für mich
Jamie: „Ich sehe sehr gut, in dieser Heiratsantragposition. Und was ich sehe, gefällt mir. Wenn ich sowieso schon vor Dir knie, könnten wir das mit dem Heiratsantrag ja auch gleich erledigen.“
Ich beschloss den Zaunpfosten nun selbst zu halten und er sollte ihn einschlagen. Jamie umfasste meine Taille. Claire und Wesley unterhielten sich bei den Außenställen.
Gillian: „Was machst Du da? Wir sind nicht alleine.“
Jamie: „Siehst Du vielleicht nicht gut? Der Pfosten steht kerzengerade, aber Du stehst schief. Ich rücke Dich nur gerade … alles muss ich hier selbst machen.“
Claire und Wesley hatten alles beobachtet
Claire: „Ich glaube es nicht. Wesley siehst Du auch was ich sehe?“
Wesley: „Ich beobachte das schon über eine Stunde. Hast Du gesehen, wie die sich anschauen? Da ist was im Busch.“
Endlich, der Zaun stand wieder und wir konnten uns anderen Aufgaben zuwenden.
Jamie: „Das haben wir sehr professionell hinbekommen. Dafür lade ich Dich heute Abend zu mir zum Essen ein. Ich koche.“
Gillian: „Na da bin ich platt. Ich wusste gar nicht, dass Du das kannst. Ich bin sehr gespannt.“
Plötzlich ein Krachen hinter uns und der professionell reparierte Zaun brach wieder zusammen. Das Essen fand in Jamies Zimmer statt. Weil er keinen Tisch hatte, aßen wir auf einer Picknickdecke am Fußboden. Es gab … Sandwiches.
Gillian: „Das Essen war super Jamie.“
Jamie: „Ich habe keine Mühen gescheut. Stundenlang stand ich in der Küche.“
Nachdem wir gegessen und noch ein bisschen geredet hatten, schlich ich mich am späten Abend aus der Unterkunft. Schließlich sollte es ja keiner mitbekommen. Eine Stimme aus dem Dunkeln fragte
Stimme: „Gillian?! Was machst Du denn da?“
Es war Claire, die gemeinsam mit Rowan vor der Unterkunft stand und amüsiert schaute.
Gillian: „Ach, ich habe nur geschaut ob ihr noch Milch im Kühlschrank habt.“
Claire: „Und – haben wir? Bist ja ganz schon spät deswegen unterwegs.“
Rowan: „Jamie ist ja auch noch wach. Er musste Dich sicher dabei unterstützen…“