Episode 047
Irrungen und Entwirrungen

Episode 047

Irrungen und Entwirrungen

Ein harmloser Besuch von Justin sorgt für neue Missverständnisse zwischen Gillian und Josh. Was als Klärung gedacht ist, bringt ihre Gefühlswelt nur noch mehr durcheinander.

Justin hatte mich angerufen. Er wollte vorbeikommen um mir etwas zu bringen. Josh erwischte ihn an der Einfahrt.

Josh: „Was willst Du hier, Justin? Meinst Du nicht, Du solltest Dir lieber eine Freundin in Deinem Alter suchen?“

Justin: „Jetzt nicht. Ich will zu Gillian, sie wartet schon auf mich.“

Josh folgte Justin bis vors Haus.

Josh: „Weißt Du, Gillian ist mir sehr wichtig. Wenn man jung ist, denkt man nicht über sein Handeln nach, aber ...“

Gillian: „Hey Justin, komm rein. Ich hab schon auf Dich gewartet.“

Justin: „Entschuldige, Josh. Da ist sie ja schon.“

Im Haus gab er mir ein Päckchen.

Justin: „Hier sind die Handschuhe, die Du vergessen hast. Hör mal, Josh war ganz komisch. Ich weiß gar nicht, was er mir sagen wollte ...“

Gillian: „Danke, dass Du extra gekommen bist um sie zu bringen. Ja, Josh ist zur Zeit ein bisschen durch den Wind ... Komm ich mache uns einen Tee.“

Ich hatte zwar keine Ahnung, was Josh zu Justin gesagt hatte - aber ich konnte mir schon denken, in welche Richtung es ging. Der arme, ahnungslose Justin, war völlig unverschuldet zur Konkurrenz in Joshs eingebildetem Liebesdrama geworden. Ich musste das unbedingt klarstellen und Josh gehörig die Meinung sagen. Aber jetzt, trank ich erst mal in aller Ruhe mit Justin einen Tee. Ich hatte schon mehrfach versucht mit Josh zu sprechen, aber er ging mir aus dem Weg oder ging einfach mit irgendeiner fadenscheinigen Ausrede. Ich wollte die Sache mit Justin aufklären, doch er gab mir keine Gelegenheit dazu. Ich musste mir etwas ausdenken. Bei einem Ausritt kam mir eine Idee, wie ich ihn unter vier Augen dazu bringen könnte mir zuzuhören. Ich rief in an.

Gillian: „Josh, ich bin mit Foxy bei dem großen umgefallenen Baumstamm. Ich bin gestürzt und kann nicht aufstehen. Kannst Du bitte kommen ?!“

Ich legte mich in den Schnee und wartete bis er kam.

Josh: „Oh mein Gott, Gillian. Ist es sehr schlimm? Hast Du Schmerzen? Wie ist das denn passiert?“

Gillian: „Mein Bein tut höllisch weh. Hilf mir bitte, ich kann nicht laufen.“

Er hob mich auf und trug mich ein Stück.

Gillian: „Hör mal Josh, wegen der Sache mit Justin ...“

Josh: „Boah, Du bist ja viel zu schwer. Hast Du zugenommen? Das müssen wir anders machen.“

Was er mit ‚anders machen‘ meinte wurde mir schnell klar. Er legte mich einfach bäuchlings über Foxys Sattel, stieg auf sein Pferd und brachte uns zurück zur Ranch. Unterwegs versuchte ich ihm alles zu erklären.

Gillian: „Justin ... mir nur die Gegend gezeigt ... viel zu jung ... netter Junge ... Handschuhe vergessen ... verstehe nicht wie Du überhaupt auf so eine absurde Idee kommst.“

Josh: „Alles ok da hinten?“

Vorm Stall holte er mich von Foxys Rücken.

Gillian: „Ich bin froh, dass wir das jetzt geklärt haben und ich hoffe, wir können wieder wie Freunde miteinander umgehen.“

Josh: „Wie Freunde? Gillian, ich bin verrückt nach Dir und es hat mich verrückt gemacht, Dich mit Justin zu sehen. Du bist die Frau, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Aber ich war lange weg und verstehe, dass Du alles langsam angehen möchtest.“

Alles langsam angehen lassen?! Ich verzog mich in den Stall.

Gillian: „Aaaaahhhh !!! Die machen mich alle verrückt! Was mach ich nur falsch? Da schafft man ein Problem aus der Welt und schon hat man ein Neues. Ich verstehe die Männer nicht - nein, die verstehen mich nicht!“

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