Episode 022
Ab in die Berge

Episode 022

Ab in die Berge

Jamie nimmt Gillian mit in die verschneiten Berge, um sie auf andere Gedanken zu bringen. Doch kaum zurück auf Meadowland, wartet schon das nächste Chaos auf sie.

Die Hütte von Jamies Eltern lag mitten in den Bergen. In der verschneiten Landschaft sah sie mir dem rauchenden Schornstein sehr einladend aus.

Jamie: „Wir sind da. Jetzt lass mal die Sorgen hinter Dir. Wir machen uns einfach ein schönes Wochenende.“

Wir brachten das Gepäck rein und machten uns auf den Weg zur Piste. Schließlich wollten wir die kurze, freie Zeit komplett ausnutzen. Der Schnee begeisterte mich und ich konnte einfach nicht anders und warf Unmengen von Schnee in die Luft.

Jamie: „Gillian, es langt.“

Von meiner Werferei war der arme Jamie mit einer dicken Schicht Schnee bedeckt. Am Abend machte Jamie draußen ein Feuer an und wir grillten Marshmallows. Jamies Marshmallow war schon fast schwarz.

Gillian: „Uuh, ganz schön viele Röstaromen. Schmeckt sicher herzhaft.“

Jamie: „So ist er genau richtig. Herzhaft und kross. Ist halt nichts für Mädchen.“

Am nächsten Morgen bauten wir einen Schneemann vorm Haus. Dabei warf ich – natürlich rein versehentlich - den ein oder anderen Schneeball an Jamies Kopf.

Gillian: „Uuups, da ist mir doch was aus der Hand gerutscht. Und der hier wackelt auch schon ganz schön.“

Jamie: „Nein, das wagst Du Dich nicht nochmal!“

Später wärmten wir uns vorm offenen Kamin auf.

Gillian: „Das war wirklich ein tolles Wochenende, Jamie. Ich hatte so viel Spaß mit Dir und fühle mich viel besser. Vielen Dank, dass Du mit mir hierher gefahren bist.“

Jamie: „Ich wusste es würde Dir gefallen. Und übrigens hatte ich auch viel Spaß mit Dir, sollten wir öfter machen. Ich freue mich jedenfalls, dass es Dir wieder besser geht.“

Als wir am nächsten Tag zurück waren, kam Brian mit schlechten Nachrichten zu mir.

Brian: „Gillian, gut dass Du wieder da bist. Einige der Tiere sind weg. Wir haben überall gesucht … nichts. Wir glauben sie wurden gestohlen.“

Gillian: „Viehdiebe? Hier? Wir sind doch nicht im Wilden Westen.“

Brian berichtete, dass bei der Fütterung am Abend noch alle Tiere da waren. Am nächsten Morgen fehlten ein paar Rinder, Schafe und Schweine. Ja sogar Hühner und Esel waren weg. Sie hatten die ganze Gegend abgesucht, aber nichts. Kein einziges Tier wurde gefunden. Vielleicht wurden sie doch gestohlen. Ich sollte besser die Polizei rufen. Ich wollte gerade telefonieren gehen, als ein Polizeiwagen vorfuhr. Ein Polizist und der Bürgermeister von Silverglade stiegen aus und konfrontierten mich mit etwas, das ich gar nicht verstand.

Polizist: „Sind Sie Gillian Meadowland?“

Bürgermeister: „Frau Meadowland, Sie veranstalten bei den Moorland Ställen eine nicht angemeldete und genehmigte Tieraktion. Haben Sie hierfür überhaupt eine Versicherung?“

Jamie: „Gillian, was ist denn los?“

Wir wurden bestohlen und jetzt war ich die Beschuldigte in einer wirren Geschichte? Das musste ich klären. Nachdem sie weg waren, fuhren Jamie und ich sofort nach Moorland. Auf dem kleinen Reitplatz entdeckten wir, von was eigentlich die Rede war. Mary … unsere Mary, stand mitsamt der Schar fehlender Tiere und ließ diese gegen Bezahlung von Leuten streicheln. Ohne zu fragen oder das vorher abzuklären. Vermutlich hatte sie meine Ansprache wegen eigener Ideen oder Verbesserungsvorschlägen einfach eigenmächtig umgesetzt. Ich war so wütend!

Gillian: „Siehst Du auch, was ich sehe? Das ist doch Mary … und das sind doch unsere Tiere! Was geht diesem Mädchen blo0 im Kopf herum?!“

Jamie: „Ha ha, so wütend hab ich Dich noch nie gesehen. Steht Dir gut. Sicher steckt eine gut gemeinte Idee dahinter.“

Jamie holte den Transporter und brachte alle Tiere wieder zurück nach Meadowland.

Jamie: „Alle wieder an ihrem Platz. Was ist jetzt eigentlich mit Mary?“

Gillian: „Mary hab ich gekündigt und Hausverbot erteilt! Ich ruf sie aber übermorgen an und stell sie wieder ein.“

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