Das Trailpferd Air verliert seinen Besitzer und sucht ein neues Zuhause. Gillian nimmt ihn mit auf einen langen Ritt über Jorvik – in der Hoffnung, den richtigen Platz für ihn zu finden.
Steve hatte mich angerufen und gebeten vorbeizukommen
Steve: „Gillian, gut dass Du kommen konntest. Das ist Air. Sein Besitzer ist verstorben und die Verwandten haben mich gebeten einen Platz für ihn zu finden. Aber ich habe keine Zeit mich darum zu kümmern.“
Gillian: „Eigentlich sind wie im Moment voll besetzt. Der arme Kerl. Er ist ein Trailpferd sagtest Du? Weir sicher nicht einfach einen Platz zu finden. Ich nehme ihn mit. Uns wird schon etwas einfallen.“
Ich brachte Air nach Meadowland. Ein Trailpferd … gelassene Pferde, die robust und trittsicher sind. Sie kommen in jedem Gelände zurecht. Ich hatte noch nie einen Trailritt gemacht. Jetzt war Gelegenheit es zu probieren. Dann konnte ich auch besser mitreden um einen neuen Besitzer zu finden. Schon am nächsten Tag startete ich mein Vorhaben
Josh: „Wo willst Du denn hin?“
Gillian: „Na wohin wohl? Das ist ein Trailpferd, ich reite einen Trail. Bin morgen wieder da.“
Als Ziel hatte ich mir Redwood Point vorgenommen, mit einer Übernachtung in Dundull. Eine gute Gelegenheit um mich vorzustellen und die Leute kennenzulernen. Ich kam an einer wundervollen kleinen Farm vorbei die ich mir näher ansehen wollte. Die Besitzerin Kirsty Griswald empfing mich freundlich und wir unterhielten uns eine ganze Weile und es war schon spät
Gillian: „Oh, jetzt habe ich die Zeit völlig vergessen. Ich mache mich besser auf den Weg nach Dundull bevor es dunkel wird.“
Kirsty: „Nach Dundull ist es noch ein Stück. Frag beim Stall, ob Du dort übernachten kannst.“
Da Nebelfall einen langen Küstenstreifen hat, beschloss och ein Stück am Wasser entlang zu reiten. Air lief souverän auf dem unebenen, steinigen Boden durchs Wasser. An allem war er interessiert, aber ruhig. Möwen fand er besonders gut. Die Möwen eher nicht, wenn er sie beschnuppern wollte, drehten sie ab und schwammen davon. Am Weg nach Dundull gab es eine Trainingsstrecke der Nebelfall Ranger, auf der man deren Arbeitsreitweise trainieren konnte. Natürlich probierte ich die Strecken aus. Air meisterte die Parcours hervorragend. Geschmeidig, wendig und sehr genau. Jetzt wurde es aber Zeit. Nachdem wir die Nacht in Dundull verbracht hatten, machten wir uns am frühen Morgen auf den Weg. Air bewegte sich in dem verwucherten, unwegsamen Gelänge absolut sicher. Was wunderte mich das, schließlich war es sein Job. Mir hingegen wurde es ab und zu mulmig. Besonders als wir die Felsbrücke über der Schlucht nach Redwood Point passierten.
Gillian: „Jetzt haben wir es fast geschafft, mein Junge. Du machst das super.“
Rowan Allaway, den ich schon von der Bärengeschichte kannte, begrüßte mich
Rowan: „Hallo Gillian, schön Dich zu sehen. Was machst Du hier?“
Gillian: „Hi Rowan, ich bin auf einem Trailritt. Wir haben Air vor ein paar Tagen übernommen, weil sein Besitzer verstorben ist. Ich dachte, ich probiere es mal aus.“
Wir stellten Air zu den Rangerpferden auf die Koppel
Rowan: „Knabstrupper sind gute und sichere Pferde. Ich sag Dir was, Gillian. Wir bekommen einen neuen Kollegen. Für ihn brauchen wir auch ein Pferd. Lass Air hier und wenn alles passt, kaufen wir ihn.“
Gillian: „Das wäre wunderbar, Rowan. Man merkt, wie wohl er sich im Gelände fühlt. Das wäre genau das Richtige für ihn.“
Ich ließ Air in Redwood Point. Wenn das klappen würde, wäre es perfekt für Air. Ich hörte eine ganze Weile nichts von Rowan, was mich unruhig machte. Irgendwann kam der lang ersehnte Anruf. Sie hatten Air in allen Situationen getestet. Er hatte alle Tests mit Bravur bestanden und sei bereits Teil des Teams. Natürlich würden sie ihn übernehmen. Mir fiel ein Stein vom Herzen.